17
Mein veränderter Status an Bord löste große Unruhe aus, bis ich Valka bat, den Männern die Lage klarzumachen. Viridia war noch immer Kapitän. Wir hatten einen kleinen Streit ausgefochten, bei dem es um ein Schiff gegangen war, das einem meiner Freunde gehörte. Die Sache war freundschaftlich geregelt worden, und jetzt war ich bereit, die Vartermannschaften wieder das Fürchten zu lehren – und sie hatten ja gesehen, wie ich mit einem Prügel umzugehen verstand. Valka hatte offenbar den Wunsch, daß ich das Kommando übernahm. Ich musterte ihn mit offener Neugier, als wir in den Hafen einliefen und der Anker in das ruhige Wasser fiel.
»Du behauptest, du seist aus Vallia, Valka. Aber du hast mir noch gar nicht viel über dich erzählt.« Inmitten der anderen Piraten waren wir in das Langboot gestiegen. Kräftige Arme bewegten die Riemen, und wir flogen förmlich über das stille Wasser zum weißen Strand. »Ich erwarte natürlich nicht, daß du mir alles erzählst, aber ich bin neugierig, das gebe ich offen zu. Was könnte es dir nützen, wenn ich hier das Kommando führte?«
Er wollte mir auf seine schnelle und wortgewandte Art antworten, aber ich hob die Hand. »Denk daran, Valka, es würde den Tod Viridias bedeuten. Soviel ist sicher.«
»Aha, Dray Prescot! Deshalb hast du also das Kommando ausgeschlagen! Aus Sorge um Viridia die Piratin?«
Wenn er das vermutete, war es mir recht. Vielleicht hätte ich ihn sofort berichtigen sollen, aber ich vertraue mich nur Menschen an, die ich wirklich gut kenne.
Wir gingen zum Dorf hinauf und hatten uns bald eingehend mit einer Flasche Jholaix-Wein beschäftigt. Das Getränk war süffig und mild und trug dazu bei, daß sich Valkas Zunge lockerte.
»Kennst du Vallia, Dray?« fragte er. »Bist du schon einmal in diesem schönen und bösen Land gewesen?«
Ich überlegte einen Augenblick. »Nein, niemals«, sagte ich dann.
Er seufzte und leerte seinen Krug. »Es ist ein Land, wo man alles finden kann, was das Herz begehrt – doch nur jene, die in den privilegierten Positionen sitzen, die Macht und Reichtum haben.«
»Das ist doch überall dasselbe.«
»Sicher, mein alter Dom.« Er blickte auf, und sein Blick umwölkte sich. »Im Norden Vallias liegen die Berge – die herrlichen Berge von Vallia! In diesem Gebirge entspringen gewaltige Flüsse, die sich in erfrischenden Strömen zu den Küsten im Osten, Westen und Süden ergießen. Ah! Die Südküste! Auf ganz Kregen gibt es keinen Ort, der sich mit diesem Land vergleichen ließe!«
Er war ziemlich ins Schwärmen geraten; doch ich ließ mir kein Wort entgehen.
Delia hatte mir einiges über ihre Heimat erzählt, und ich wußte von diesen Bergen, bei denen es sich aber nicht um die Blauen Berge handelte. »Die ganze Insel ist durch ein System von Kanälen erschlossen. Überall gibt es Kanäle. Folglich sind die Straßen in sehr schlechtem Zustand. Ich gehöre zu den Kanalleuten. Wir bilden eine Gemeinschaft ...« Er hielt inne, rülpste vernehmlich und brüllte hinter einem Piraten her, der ein Mädchen durch das Lager jagte.
Schließlich sagte er erbittert: »Ich verstieß gegen ein Gesetz. Die Racterpartei ist sehr mächtig. Sie tut, was sie will – sie und ihre Söldner. Also bin ich ausgerückt und zur See gegangen. Und wurde gefangengenommen. Und nun bin ich hier.«
»Und würdest du nach Vallia zurückkehren, wenn du die Gelegenheit hättest?«
Er verzog das Gesicht, und seine Grimasse war kein schöner Anblick. »Bei Vox! Mir fehlen die Kanäle! Aber wenn ich nach Hause zurückkehre, werde ich aufgehängt!«
»Durch die Racterpartei – oder die Regierung?«
»Regierung?« Er spuckte aus. »Der Herrscher ist sehr mächtig. Er ist ein Teufel. Aber er muß sich vorsehen, wenn den Ractern etwas mißfällt.«
Ringsum sangen und lachten die Piraten; auch Valka konnte nicht mehr stillsitzen. Er mußte mitsingen und tanzen.
Als ich das Zimmer aufsuchte, das man mir zugewiesen hatte, begleiteten mich Valka und die Männer, von denen ich jetzt wußte, daß sie mir wirklich treu ergeben waren, denn ich hatte ihre Reaktion während des Kampfes auf dem Flaggschiff gesehen. Sie sollten nebenan schlafen.
Als ich eintrat, stellte ich fest, daß meine Samphronöllampe brannte. Auf dem Bett lag Viridia in einem kurzen orangefarbenen Kleid, das ihre Beine und Knie freiließ – die nette Grübchen hatten, ich schwöre es!
In ihrem zurückgekämmten Haar schimmerten Brillanten. Draußen hörte ich Valka und die anderen lachen. Viridia stemmte sich auf die Ellbogen.
»Du hast dich bei Valka nach Vallia erkundigt, Dray.« Sie lächelte, und ihr sinnlicher Mund öffnete sich einladend. »Komm, setz dich zu mir. Ich kann dir auch etwas über Vallia erzählen.«
»Bist du aus Vallia?« Tatsächlich hatte ich ein Gerücht gehört, daß sie aus Vallia sei, doch ich hatte es nicht für möglich gehalten.
»Ich will dir alles erzählen, Dray, aber setz dich zu mir.«
Ich hatte keine Lust auf eine Wiederholung der Szene, die ich mit Königin Lilah durchgemacht hatte. Damit will ich Viridia um Himmels willen nicht herabwürdigen. Sie war eine liebenswerte, aufgeweckte Person und sehr verführerisch. Ich vermutete, daß sie sich unter meinen Schutz stellen wollte, nachdem ihre Womoxes nicht mehr lebten. Als ich an diese Wesen dachte, erschauderte ich unwillkürlich, denn der Kampf mit ihnen war wirklich nicht leicht gewesen. Nun setzte sie ihre natürlichen Waffen ein – und die konnten sich wahrhaft sehen lassen.
Ich schwieg beharrlich.
Viridia fuhr auf. »Dray! Hast du Fieber?«
»O nein, Viridia. Hör mir zu, hör mir mal gut zu.«
Bei diesen Worten richtete sie sich auf dem Bett auf und legte schüchtern die Hände zwischen die Knie. Ihr Gesicht nahm einen unterwürfigen Ausdruck an, und sie senkte den Blick. Wenn sie mir hier etwas vormachte, konnte sich die Vorstellung sehen lassen. Es gab keine Sklaverei bei den Piraten, doch ich wurde plötzlich das Gefühl nicht los, daß Viridia früher einmal Sklavin gewesen war.
»Ich höre, o Herr.«
»Du bist jetzt wehrlos, du bist auf dich allein gestellt, Viridia. Ich weiß, daß du kämpfen kannst. Aber deine Gegner sind Männer.«
»Herr, ich möchte deine Sklavin sein. Du mußt mich strafen, wenn ich mich schlecht benehme, du mußt mich auspeitschen. Ich habe viele Männer getötet, die gegen mich vorgehen wollten. Doch bei dir will ich tun, was Chekumte von dir verlangt hat – ich werde deine Füße küssen.«
Ich hatte allmählich den Eindruck, daß sie es ernst meinte. Obwohl ich bis auf den Lendenschurz nackt war, begann mir heiß zu werden.
»Hör zu, Viridia. Ich will deine Makki-Grodno-Piraten nicht! Behalte sie, behalte die Schwertschiffe. Und wenn du dieses dumme Spiel weitertreibst, hebe ich dir dein kurzes Nachthemd hoch und vertrimme dich ...«
»O ja, Herr bitte!«
Mit einem Wutschrei hob ich sie hoch, öffnete mit der freien Hand die Tür und wollte sie hinausschieben – doch da hatte sie mir schon die Arme um den Hals gelegt. Im nächsten Augenblick küßte sie mich leidenschaftlich – ein sehr angenehmes Gefühl, wie ich zugeben muß, denn sie küßte perfekt. Doch automatisch mußte ich an meine Delia denken – und begann zu lachen. Jawohl, ich lachte.
»Es hat keinen Sinn. Viridia. Ich begehre dich, begehre dich sogar sehr – aber ich liebe dich nicht. Und jetzt geh in dein Zimmer, bitte! Arkhebi, Valka und ich werden vor deiner Tür wachen. So bist du in Sicherheit.«
»Aber, Dray«, sagte sie charmant schmollend. »Vor dir möchte ich doch nicht in Sicherheit sein!«
Ich staunte. Aus einem wilden, harten Meerleem war plötzlich diese verführerische, sinnliche, unterwürfige Sklavin geworden? Wieviel davon war gespielt? Würde sie mir einen Dolch zwischen die Rippen stoßen, sobald ich meiner Waffen ledig war?
Zum Abschied sagte sie: »Wenn ich weiter das Kommando führen soll, Dray Prescot, dann möchte ich dich zum Kapitän des Schwertschiffs ernennen, das ich heute gekauft habe.«
Das klang schon besser.
Wenn ich erst eine Mannschaft hatte und von den anderen Schwertschiffen unabhängig war, mochte mir die Flucht leichter fallen.
»Also gut, Viridia«, sagte ich, trug sie in ihr Zimmer, warf sie auf ihr Bett und knallte die Tür zu. Anschließend weckte ich Valka und Arkhebi, und wir wechselten uns bei der Wache vor ihrem Zimmer ab bis zum Morgen.
Am nächsten Tag ging ich zum Hafen hinab, um das neueste Schiff in Viridias Flotte, mein künftiges Kommando, zu besichtigen.
Als ich das Schiff sah, rief ich aus: »Ein Meeresbüffel! Viridia, du schlauer Leem! Das ist ja ein Zenzile-Schiff! Uralt, altmodisch, leck – eine alte Badewanne!«
Das Lächeln, das mir Viridia zuwarf, reizte mich, sie wirklich zu vertrimmen. Ich stemmte die Hände in die Hüften.
»Ja, Dray Prescot – du glaubst vielleicht, daß das Schiff lahm und alt ist. Aber wenn du in meiner Flotte ein Kommando führen willst – dann ist das dein Schwertschiff.«
Neben mir brach Valka in lautes Lachen aus, und ich sagte, ohne ihn anzusehen: »Lach ruhig, Valka. Vergiß nicht, daß du auf dem Kahn die Varters kommandieren wirst.« Woraufhin der Vallianer schleunigst verstummte.
Ich hatte es mir im Auge der Welt angewöhnt, alle von mir kommandierten Ruderer Zorg zu nennen – in Erinnerung an meinen toten Ruderkameraden. Aber nun mußte ich wohl von diesem Prinzip abrücken; es kam nicht in Frage, daß ich diesen alten Kahn so taufte!
Wortlos ging ich zum nächsten Boot, das am Strand lag. Meine Männer musterten mich kurz von der Seite, kletterten mir stumm nach und setzten sich an die Ruder. Ich blickte nicht zu Viridia zurück. Ich wußte, daß sie lachte. Aber im Grunde war das alte Zenzile-Schwertschiff gar nicht so übel – es war eine Waffe des Meeres, lang, schmal, flach – tödlich.
Die Zenzile-Ruderanordnung galt, als sie zuerst eingeführt wurde, als großartige Erfindung – die Ruderbänke wurden diagonal gestellt, so daß sich der am weitesten innen sitzende Mann weiter achtern befand als der Mann an der Bordwand. Mit drei Männern auf jeder Bank, die jeweils Ruder verschiedener Länge hatten, so daß die Ruderbäume herrlich parallel zueinander standen, bot das Schwertschiff einen prachtvollen Anblick – eine einzige Ruderreihe, die jeweils zu Dreiergruppen angeordnet war.
Ein Mann an jedem Ruder, drei Ruder auf jeder Schrägbank, die drei bis vier Fuß voneinander entfernt waren – je nach Laune des Werftarchitekten. Zwanzig Bänke pro Seite – also insgesamt hundertundzwanzig Ruderer. Als ich an Bord ging und mein neues Kommando übernahm, sagte ich mir, daß Viridia hier offenbar doch das Schiff gekauft hatte, das ihr von Chekumte angeboten worden war.
Wenn das stimmte, wollte sie mich vermutlich ärgern. Nun, bei diesem Spiel konnte ich mithalten.
Valka machte einige mürrische Bemerkungen, während ich mit der Gruppe meiner Getreuen über den Mittelgang schritt und das Schiff von oben bis unten erkundete.
»Urteile nicht zu hart, Valka. Solche Galeeren haben schon manchen großen Kampf ausgefochten – und das werden sie auch weiter tun, solange man nur an sie glaubt.«
»Ich bin für ein langes Ruder mit einem halben Dutzend Männer daran!« sagte Valka heftig.
»Dieses Schiff ist ein Zorca des Meeres«, sagte ich. »Wenigstens theoretisch. Für kleinere Galeeren ist die Zenzileanordnung bestens geeignet, bei größeren Schwertschiffen braucht man natürlich mehr Ruderkraft!«
Die seltsame Neuerwerbung hieß Strigicaw. Ein Strigicaw ist ein muskulöser Fleischfresser mit einem Fell, das an Schultern und Brust gestreift und ansonsten in einer Vielfalt von braunen und roten Tarnfarben gefleckt ist. Das Tier hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Leem, auch wenn es nur auf sechs Beinen läuft.
Das Boot war hundert Fuß lang – mehr wäre bei der Ruderkraft zuviel gewesen – und hatte nur einen Fock- und einen Hauptmast, jeweils mit Groß- und Topsegel. Dazu ein Steuerruder. Ich wanderte auf dem Schiff herum und begann mich trotz aller Einwände, trotz der Tatsache, daß wir ständig pumpen mußten, wie zu Hause zu fühlen – ich hatte mein Kommando!
Nach dem Untergang der Venus waren Viridias Piratenmädchen auf ein anderes Schiff gekommen, dessen Mannschaft auf die übrigen Schiffe verteilt worden war, so daß wir es in letzter Zeit ziemlich eng gehabt hatten. Mir stand nun das langwierige Feilschen um meine Mannschaft bevor.
Während wir noch durch das neue Schwertschiff gingen, hallte ein seltsamer Ton durch die Hafenbucht. Sofort wurde es totenstill. Gelächter, Flüche, Hammerschläge, Gesang – alles verstummte.
Wieder das laute Tuten.
»Alarm!« rief Spitz, ein rothaariger Bogenschütze aus Loh, der einer der ersten Anwärter für meine Mannschaft war – denn in seinem Köcher trug er Pfeile mit den hellblauen Federn des Königskorf und Pfeile mit pechschwarzen Federn, wie sie mir von Sosie na Arkasson mitgegeben worden waren. Diese Pfeile, die ich auf Spitz verschossen hatte, waren von ihm zur weiteren Verwendung eingesammelt worden. »Ein Schwertschiff des Königs!«
Wir stiegen ins Boot und ruderten hastig an Land. Es war ungewiß, welcher Nation der ungebetene Besucher angehörte; trotzdem hießen bei uns alle Polizeischiffe »Schwertschiffe des Königs«. Viridia kam uns am Strand entgegen. Sie wirkte aufgeregt und hatte ihr Kettenhemd angelegt.
»Macht euch zur Verteidigung bereit – falls sie an der Tarninsel vorbeisegeln!« rief sie ihren Leutnants zu, den Kapitänen ihrer Schiffe, zu denen ich jetzt auch gehörte. »Ich und meine Mädchen – wir wollen sehen, was wir machen können.« Sie lachte und warf den Kopf in den Nacken, daß das schwarze Haar herumwirbelte. »Wie wir's schon oft gemacht haben!«
»Aye, Viridia!« riefen die Piraten. »Hai, Jikai! Viridia!«
Viridia führte ihre Mädchen zur anderen Seite der Insel, während die Schwertschiffmannschaften an Bord gingen und sich zum Ablegen bereit machten, falls Viridias Plan nicht funktionierte. Da ich bis auf die kleine Gruppe meiner Getreuen keine Mannschaft hatte, führte ich sie bewaffnet auf Viridias Spuren über die Insel.
Sie konnte vielleicht Hilfe brauchen.
Wie es sich herausstellte, brauchte sie keine Hilfe – und schon gar nicht von einfachen Männern.
Wieder lief das Schauspiel ab, mit dem die alte Nemo erobert worden war. Das unbekannte Schwertschiff, das den Auftrag hatte, die Piraten zu fangen und das aus dem Verfluchten Menaham stammte, wurde nach der gleichen Methode mühelos überwältigt.
Ich möchte behaupten, daß es dasselbe halbnackte Mädchen war, das den abgetrennten Kopf des Peitschendeldars über den Mittelgang trug.
Das Schwertschiff des Königs wurde um die Landspitze und an der Tarninsel vorbei in das Hafenbecken gerudert, wo die Sklaven von ihren Ketten befreit wurden. Sie stimmten ein großes Freudengeschrei an, und ich wußte, daß sie sich alle den Piraten anschließen würden.
Nachdenklich betrachtete ich das neue Schiff – ein modernes, schnelles Schiff mit drei Masten und einem Klüversegel über dem Bugspriet. Der bronzene Rammsporn hatte die Form eines mythischen Raubvogels, der etwa wie ein Falke aussah – wobei der Schnabel die glatte Bronzespitze bildete. Jede Art von Hakenform – etwa ein Falkenschnabel – wäre bei einem Rammsporn sinnlos gewesen. Man muß zurückweichen und sich von einem gerammten Schiff wieder lösen können, ehe das Wasser durch das Leck einströmt und der Gegner das eigene Schiff mit unter Wasser drückt.
Ich beobachtete die ehemaligen Sklaven, die an Land gebracht wurden. Am Strand bildete sich sofort eine Gruppe um ein Gebilde im Sand, und ich hörte lautes Gelächter und fröhliche Verwünschungen.
Langsam schlenderte ich hinüber.
Ein Mann, ein sehr großer Mann, machte einen Kopfstand im Sand, und seine Beine wirbelten nach Art eines Fahrradfahrers durch die Luft. Einige Männer versuchten ihn umzustoßen – er sah wirklich zu komisch aus. Ich hörte ihn brüllen: »Verschwindet, ihr Onker! Ich muß meine Tabus beachten!«
Lautes Gelächter, und ein langhaariger Mann von einer der Inseln jenseits von Erthyrdrin stieß den großen Mann um, der in den Sand rollte.
Er hatte sich sofort wieder aufgerichtet. Sein langes blondes Haar lag im Sand, und seine Beine zuckten hin und her.
Die Piraten und die ehemaligen Sklaven brüllten vor Lachen. »Tabus!« riefen sie und sannen über den nächsten Streich nach.
Ich seufzte.
Ich trat näher und lockerte mein Schwert in der Scheide.
Dann stellte ich mich vor Inch.
»Wenn irgend jemand diesen Mann umstoßen will, während er sich um seine Tabus kümmert, muß er an diesem Rapier vorbei!«
Danach blieb Inch ungestört, und ich konnte nur warten, bis er all die aufgelaufenen Tabu-Verstöße geahndet hatte, ehe ich ihn nach Neuigkeiten fragen durfte.